Kategorie „SchreibBlog“

  1. Der auffallend andere Modeblog

    Veröffentlicht am 4. November, 2013 von Carola Wiegand

    andermode1Heute gibt es fast kein Tabu mehr in der Kleidung. Jeder will gut aussehen und macht, was er will. Die alten Kleidercodes – elegant, formell, leger oder als Statussymbol – gelten nicht mehr. Sonntagsschuhe werden täglich angezogen. Frauen jenseits der 50 werden gerne als Graue Maus oder als Schriller Paradiesvogel wahrgenommen. Doch Frauen dieser Altersgruppe sind gewitzt. Sie entwickeln ihren ganz eigenen Stil. Nicht nur Stoffe und Schnitte, die alles gnädig verhüllen sind gefragt, auch Individualität, Vorlieben und Persönlichkeit werden getragen und zur Geltung gebracht. Sich jünger zu machen ist selten das Ziel. Im Gegenteil, sie haben ein sehr realistisches Bild von ihrem Aussehen. Aber es gibt eine große Lust, sich neu zu entdecken und keinen Zwang, sich einem Modediktat zu unterwerfen. Als ärgerlich empfinden viele nur, dass sich die Mode ausschließlich an der Figur junger Frauen orientiert. (more…)


  2. Fußball in Köln – Pure Leidenschaft

    Veröffentlicht am 13. März, 2013 von Carola Wiegand

    So schöön kann Fußball sein!

    So schöön kann Fußball sein!

    Hier geht’s zum Fußball mit Gänsehaut

    Hier geht’s zum Fußball mit Gänsehaut

    Fußball in Köln ist ewige Liebe & Leidenschaft aber auch unendlich viel darniederliegen und erdulden. Und alles tendiert von Zeit zu Zeit zum Trauerspiel.
    Heute geht es um Fußball aus Frauensicht. Ich gehe mit zwei leidenschaftlichen FC Köln Fans am Samstag nachmittag ins Stadion zu keinem, wie meine Begleiter versichern, brisanten Spiel. Es sind unheimlich viele Fans unterwegs, aber ich sehe nur rot weiße Schals und andere Nettigkeiten, die eine eindeutige Anhängerschaft zum FC signalisieren.
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  3. „MASCHA KALÉKO – Verse, die man versteht“

    Veröffentlicht am 5. März, 2013 von Carola Wiegand

    „Das himmelblaue Poesie-Album“ M.K.; Bele Bachem

    „Das himmelblaue Poesie-Album“ M.K.; Bele Bachem

    Honky Tonk, das Kneipenfestival, und mein geplanter SALON im Februar fielen auf einen Tag. Der SALON wollte einen bewundernden Blick in Leben und Werk der Mascha Kaléko werfen. Da mehrere Salongäste beide Veranstaltungen genießen wollten, verschob ich kurzerhand meinen Salon auf September 2013. Eine unendlich lange Zeit, wie ich fand.
    So wurde aus dem geplanten aber verschobenen Salon ein besonderer Kaminabend in kleinem, interessiertem Kreis. Ich glaube, alle folgten dem Wunsch nach Austausch mit feinsinnig, aufgeschlossenen Menschen und nach Inspiration.

    Ich weiß nicht mehr genau, wann sie mir das erste Mal begegnet sind, die großartigen Gedichte von MASCHA KALÉKO, die so vertraut wirken und mühelos daherkommen. Die beschriebenen Alltagssituationen, die man glaubt, aus eigener Erfahrung genau zu kennen.
    .       Ihre Großstadtlyrik paßt in keine Schublade. Sie ist selbstironisch, voller Witz und Spott und mit ganz viel warmherziger Melancholie für das Alltägliche. Eine wunderbare Mischung aus Berliner Schnodderigkeit und der schwermütigen Klugheit des jüdischen Ostens.
    .     Sie wird oft verglichen mit Heinrich Heine, Erich Kästner, Christian Morgenstern oder Joachim Ringelnatz. Aber sie ist mehr und sie ist anders. Ihre Verse und Prosa sind existenziell und lebenslänglich gekennzeichnet von dem Gefühl der Heimatlosigkeit und Auf-der-Flucht-sein. Verlorenheit und Heimweh thematisiert sie immer wieder mit einer zarten Zerbrechlichkeit. (more…)


  4. „Die Inspiration der Salon‘s“

    Veröffentlicht am 27. Februar, 2013 von Carola Wiegand

    Die Welt um mich herum nehme ich nur noch schemenhaft wahr. Heute ist SALON und er nimmt mich komplett gefangen. Nichts anderes hat Platz in meinen Gedanken, in meinem Kopf.

    Die Welt um mich herum nehme ich nur noch schemenhaft wahr. Heute ist SALON und er nimmt mich komplett gefangen. Nichts anderes hat Platz in meinen Gedanken, in meinem Kopf.

    .      Die Einführung zum Salon sowie die Zwischentexte sind ausgedruckt. Der Ablauf des Salons akribisch geplant. Ich habe ein gutes Gefühl. Und trotzdem merke ich die Aufregung in mir aufsteigen, ganz langsam aber unaufhaltsam. Ich denke, „warum kann ich nicht alles vergessen und ganz ruhig bleiben“. Je öfter ich so denke, desto mehr wächst sie, die Aufregung. Verstehen kann ich sie nicht. Es geht am Abend nur darum was ich möchte, in meinen eigenen vier Wänden, also warum? (more…)


  5. „Die Macht der Worte“

    Veröffentlicht am 25. Februar, 2013 von Carola Wiegand

    Eugenia Gortschakova, 1998, O.T.,  Öl/Lwd

    Eugenia Gortschakova, 1998, O.T., Öl/Lwd

    Die letzten Wochen, eigentlich sind es schon Monate, waren außerordentlich und ungeahnt.

    Entdeckungen sind schön und ich glaube je älter ich werde, je mehr nimmt meine Entdeckerlust zu. Deshalb war meine Freude, etwas entdeckt zu haben groß.
    Ich habe auch immer ein bißchen Respekt davor, etwas zu entdecken, weil man ja nie weiß, was man entdeckt. Eine gewisse Ehrfurcht vor dem Entdeckten. Es kann LÜGE oder WAHRHEIT sein.

    .      Ich habe WORTE entdeckt doch ich ahnte nicht, welche Macht Worte haben können. Manchmal verursachen Entdeckungen grenzen­losen Schmerz, Angst und Wut, da sie als neue Herausforderung daherkommen. Entdeckungen müssen keinesfalls respektvoll und vernünftig sein. Daher meine Ehrfurcht vorm Verstehen des Entdeckten und vor dem, was dann geschieht. (more…)


  6. Meine Fastengeschichte

    Veröffentlicht am 21. Februar, 2013 von Carola Wiegand

    An einem kühlen und trüben Märztag machte ich mich auf einen langen Weg in Richtung Süden. Wie beschwerlich er werden sollte aber auch wie hilfreich, ahnte ich nicht. Ich setzte mich in mein Auto, das meinen Namen trägt, weil wir so wunderbar zusammen passen und los ging das Abenteuer.
    Die Fahrt verlief ohne Zwischenfall, war vergnüglich für mich und ich hatte ein weiteres Mal die Bestätigung, daß ich eine sichere Autofahrerin bin. Das war keinesfalls immer so.
    Viel Zeit sollte nach meiner Fahrprüfung vergehen, bis ich ernsthaft anfing Auto zu fahren und ein eigenes besaß. Ich war lange Zeit der Meinung, daß Autofahren nichts für mich sei. Ich hatte große Angst davor, daß gerade an jenem Tag, an dem ich fahre, etwas Schreckliches passieren könnte. So spielte ich mir lange Zeit selbst Streiche und versagte mir das Vergnügen eigener Selbstbestätigung.
    . Diese Zeit ist lange vorbei. Inzwischen fahre ich mit meinem Auto überall hin und genieße es. Es gibt mir viel Selbstsicherheit. Das Geheimnis liegt nur im Üben und im Beistand einer wohlwollenden Person. So einfach ist es! Für mich wohlgemerkt ein langer Prozeß. Doch ich habe mich dieser Herausforderung des „Überallhinfahrens“ , auch der Langstreckenfahrten gestellt, habe sie gemeistert und genieße es heute, unaufgeregt und sicher unterwegs zu sein. (more…)