März, 2013

  1. BuchTOUR

    Veröffentlicht am 27. März, 2013 von Carola Wiegand

    Das dreizehnte Kapitel“ – Martin Walser

     

    Ein außergewöhnliches Briefabenteuer und ein ebensolcher Liebesroman.

    Ein außergewöhnliches Briefabenteuer
    und ein ebensolcher Liebesroman.

    Warum ich mir gerade dieses Buch von Martin Walser zum Lesen ausgesucht habe ist eine Geschichte, von der ich später erzähle, vielleicht?!
    Ich wollte wissen, wie harmlos Briefeschreiben ist. Worte austauchen, zwischen zwei Fremden.

    In Walser’s Roman ‚Das dreizehnte Kapitel’ geht es um die Liebe eines älteren Schriftstellers zu einer jüngeren Theologieprofessorin, die ausschließlich als außergewöhnliches Briefaben­teuer stattfindet.

    Um es vorweg zu sagen, ein großartiges Buch!

    Der Schriftsteller, Basil Schlupp ist glücklich verheiratet mit Iris, doch leidet er darunter, vom Leben nicht das Maximum zu bekommen. Er will mehr.
    Bei einem Festessen des Bundespräsidenten sitzen sie an einem Tisch zusammen. Maja Schneilin, die Theologieprofessorin, bemerkt nicht, wie fasziniert Basil Schlupp von ihr ist. Von ihrer Erscheinung, ihrer Stimme, ihrem Gesicht. Basil beschließt ihr zu schreiben.

    Wie Sie Ihren Kopf tragen! …Diese Gleichzeitigkeit zweier Zeiten. Eine Vierzehn- und eine Vierundvierzigjährige vollkommen vereint. Ihr Mund, diese Bereitschaft, mehr zu verschweigen als zu sagen.“

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  2. „Zicke, Diva, Biest – Alles!“

    Veröffentlicht am 19. März, 2013 von Carola Wiegand

    Frauentypen - verführerische Diva, mondäner Vamp oder kokettes Mädchen?

    Frauentypen – verführerische Diva, mondäner Vamp oder kokettes Mädchen?

    Haben Sie sich je entschieden, welcher Frauentyp sie seien wollen?
    Ich schon. Ich wollte anders sein, nicht wie die Masse. Und was sagt das aus über mich?

    Ich bin mir sicher, dass in jeder Frau viele Rollen schlummern. Die Frage ist nur, wer legt fest, ob man die eine ist oder die andere und warum?
    Attraktiv, selbstbewusst, charmant und ein wenig angehimmelt von den Männern, fertig ist die Zicke oder die Diva oder doch eher das Biest, weil ohnehin alles pure Berechnung ist? (more…)


  3. Fußball in Köln – Pure Leidenschaft

    Veröffentlicht am 13. März, 2013 von Carola Wiegand

    So schöön kann Fußball sein!

    So schöön kann Fußball sein!

    Hier geht’s zum Fußball mit Gänsehaut

    Hier geht’s zum Fußball mit Gänsehaut

    Fußball in Köln ist ewige Liebe & Leidenschaft aber auch unendlich viel darniederliegen und erdulden. Und alles tendiert von Zeit zu Zeit zum Trauerspiel.
    Heute geht es um Fußball aus Frauensicht. Ich gehe mit zwei leidenschaftlichen FC Köln Fans am Samstag nachmittag ins Stadion zu keinem, wie meine Begleiter versichern, brisanten Spiel. Es sind unheimlich viele Fans unterwegs, aber ich sehe nur rot weiße Schals und andere Nettigkeiten, die eine eindeutige Anhängerschaft zum FC signalisieren.
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  4. „Lebensgefühle“

    Veröffentlicht am 6. März, 2013 von Silvia Rost

    GastBlog von Silvia Rost

    Meine Freundin Carola, die Salonière und Bloggerin, bat mich, auf ihrer Seite einen Gast-Blog zu schreiben. Mir falle das sicher nicht schwer, meinte sie, da ich täglich mit Worten zu tun habe, sie zu Sätzen zusammenfüge, die für die Öffentlichkeit gedacht sind. Liebe Carola, du irrst. Es fällt schwer. Zum einen, weil du in deinem Blog so einprägsame Geschichten veröffentlicht hast, mit Sätzen und Gedanken, wie ich sie gerne selber formuliert hätte. Ein hoher Anspruch. Zum anderen habe ich tausend Gedanken im Kopf, die ein Blog wert wären. Doch für welchen Gedanken soll ich mich entscheiden, wie ihn weiterspinnen, ohne belehrend oder gar überheblich zu wirken? So hat es einige Tage gedauert, bis ich mich dafür entschieden habe, zwei Erlebnisse der letzten Tage in meinen Gast-Blog in den Mittelpunkt zu stellen.

    Das erste Erlebnis ist schnell in einem Bild dargestellt und wird von vielen ähnlich erlebt worden sein. Nach einem langen, schneereichen und sonnenarmen Winter schien am Samstag die Sonne satt. Blauer Himmel, scheinbar federleichte Wolken schwebten über der Stadt, die Sonne wärmte wohlig und schmolz die jüngste Schnee- und Eisschicht der Landschaft weg. Ein wunderschöner Wintertag, auf den wir alle so lange gewartet haben. Es schien, als gäben uns die Sonnenstrahlen die Dosis an Vitamin D, die wir den ganzen langen grauen Winter vermißt haben. Ein wunderbares, leichtes Lebensgefühl. Ein Frühling in immer noch weißer Landschaft.

    Winter in Ruhla /Thüringen     Foto: Silvia Rost

    Winter in Ruhla /Thüringen       Foto: Silvia Rost

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  5. „MASCHA KALÉKO – Verse, die man versteht“

    Veröffentlicht am 5. März, 2013 von Carola Wiegand

    „Das himmelblaue Poesie-Album“ M.K.; Bele Bachem

    „Das himmelblaue Poesie-Album“ M.K.; Bele Bachem

    Honky Tonk, das Kneipenfestival, und mein geplanter SALON im Februar fielen auf einen Tag. Der SALON wollte einen bewundernden Blick in Leben und Werk der Mascha Kaléko werfen. Da mehrere Salongäste beide Veranstaltungen genießen wollten, verschob ich kurzerhand meinen Salon auf September 2013. Eine unendlich lange Zeit, wie ich fand.
    So wurde aus dem geplanten aber verschobenen Salon ein besonderer Kaminabend in kleinem, interessiertem Kreis. Ich glaube, alle folgten dem Wunsch nach Austausch mit feinsinnig, aufgeschlossenen Menschen und nach Inspiration.

    Ich weiß nicht mehr genau, wann sie mir das erste Mal begegnet sind, die großartigen Gedichte von MASCHA KALÉKO, die so vertraut wirken und mühelos daherkommen. Die beschriebenen Alltagssituationen, die man glaubt, aus eigener Erfahrung genau zu kennen.
    .       Ihre Großstadtlyrik paßt in keine Schublade. Sie ist selbstironisch, voller Witz und Spott und mit ganz viel warmherziger Melancholie für das Alltägliche. Eine wunderbare Mischung aus Berliner Schnodderigkeit und der schwermütigen Klugheit des jüdischen Ostens.
    .     Sie wird oft verglichen mit Heinrich Heine, Erich Kästner, Christian Morgenstern oder Joachim Ringelnatz. Aber sie ist mehr und sie ist anders. Ihre Verse und Prosa sind existenziell und lebenslänglich gekennzeichnet von dem Gefühl der Heimatlosigkeit und Auf-der-Flucht-sein. Verlorenheit und Heimweh thematisiert sie immer wieder mit einer zarten Zerbrechlichkeit. (more…)