Februar, 2014

  1. Beharrliche Ungewißheit

    Veröffentlicht am 4. Februar, 2014 von Carola Wiegand

    FragezeichenRDie Zukunft ist ungewiss. Was weiß ich schon und was ist sicher? Ich glaube, nicht viel. Doch damit lebe ich gut. Was nicht bedeutet, dass ich uninteressiert an Neuem bin. Ich schreibe einen Blog, habe ein Smart Phone und surfe liebend gerne im Internet. Nur hin und wieder befällt mich eine kleine Angst, den Anschluss zu verlieren, nicht mehr zu verstehen, wie unsere mediale Welt funktioniert. Immer dann, wenn mich jemand mit der größten Selbstverständlichkeit etwas fragt, wovon ich noch nie etwas gehört habe. Wissen Sie was eine WhatsApp ist? Ich hatte keine Ahnung. Es ist diese Vernarrtheit einer Sprachgemeinschaft, mit ihrem Internet-Slang, die mich manchmal verzweifeln lässt. Nichtwissen bereitet mir Stress, ich fühle mich ausgeschlossen. (more…)


  2. Buchbesprechung

    Veröffentlicht am 3. Februar, 2014 von Carola Wiegand

    Lilienprinz“ von Ursula Dorn

     

    lilienprinz Der Schauplatz des Buches ist die größte griechische Insel – Kreta. Mit 300 Sonnentagen im Jahr ist sie auch als Sonneninsel im Mittelmeer bekannt. Abgesehen von herrlichem Wetter, leckerem Essen und bizarrer Natur ist das Beste an Kreta, seine Geschichte.

    Kreta erlebt um 1400 v.Chr. eine wahre Blüte. König Minos, Sohn von Zeus und der Europa, und seine Frau Pasiphae beherrschen die Insel und leben in ihrem gigantischen Königspalast Knossos. Mit dieser minoischen Kultur hat unsere abendländische Geschichte begonnen. Das erste philosophische Wissen und die Grundlagen der klassischen Logik haben hier ihren Ursprung. Doch Kreta kann nicht von seinem kulturellen Erbe allein, noch von den unzählig vielen Ziegen oder von geschätzten 30 Millionen Olivenbäumen leben. Die Haupteinnahmequelle ist der Fremden­verkehr.

    Die Autorin macht sich gemeinsam mit ihrem Mann und Freunden auf eine Urlaubsreise zu dieser mythenumwobenen Insel. Diese Reise ist ein einziges Abenteuer. Um uns von all dem zu erzählen, bedient sich Ursula Dorn einer ganz besonders reizvollen Imagination. Sie lässt den Lilienprinzen aus einem alten Stuckfresko steigen, welches bei der Ausgrabung des Palastes von Knossos gefunden wurde, und an ihre Seite treten. Sie bemüht keinen Geringeren als den unehelichen Sohn des sagenhaften Königs Minos, um die griechische Mythologie und Gegenwart besser verstehen und uns erklären zu können. Die Gespräche zwischen der Autorin und dem Prinzen erreichen mitunter eine Intensität, dass ich beim Lesen des Buches den Eindruck gewinnen konnte, es gibt ihn tatsächlich. (more…)