März, 2014

  1. Familie im Wandel

    Veröffentlicht am 31. März, 2014 von Carola Wiegand

    Vom Mythos der modernen, emanzipierten Frau

    nachfeier

    Was glauben sie, sind junge Frauen heute emanzipiert, gleichberechtigt oder eher nachgiebig und angepasst? Wie sieht die Gleichberechtigung aus? Einige sagen, sie stagniert. Natasha Walter behauptet in ihrem Buch „Living Dolls“ gar, dass heute die Ideale des Feminismus beinahe ins Gegenteil verkehrt werden. Feminismus klingt noch immer wie, „Männerhassen“, unweiblich und verbiestert. Vielleicht nachvollziehbar aber trotzdem falsch. In der ersten Welle des Frauenkampfes ging es um Bürgerrechte, wie Wahlrecht, Bildung und Erwerbstätigkeit, eben die Neubewertung der Geschlechterrollen. Später um Gleichberechtigung. Heute kommt der neue Feminismus moderat daher und auf leiseren Sohlen. Hin und wieder verstummt er auch, der Girlie-Feminismus. Man könnte fast glauben, dass längst alle Ziele erreicht sind und Chancengleichheit von Mann und Frau gesellschaftlicher Konsens ist. Manchmal überlege ich, was wir unseren Töchtern mitgeben konnten von der „femme fatal“ der 1980ger Jahre oder den dominanten Power-Frauen der 1990er Jahre? Die jungen Frauen von heute distanzieren sich vom Feminismus alter Schule. (more…)


  2. Nochmal gut gegangen!

    Veröffentlicht am 20. März, 2014 von Carola Wiegand

    Tortenteller mit klitzekleinem Törtchen - geht aber auch nicht!

    Tortenteller mit klitzekleinem Törtchen – geht aber auch nicht!

    Ich habe in der Vergangenheit mehrfach gefastet und meine Fastenerlebnisse, Einsichten und Wahrnehmungen aufgeschrieben. Da ist von hoffnungsfroher Zuversicht, von viel Quälendem und auch von Schmerz zu lesen. Dennoch ging diese Zeit immer gut für mich aus. Meine Beweggründe zu diesem Schritt waren zweifelsfrei, die angeschlichenen Speckröllchen wieder loszuwerden. In diesem Jahr verzichte ich darauf, da ich von dererlei Dingen verschont blieb. (more…)


  3. Au-pair Oma

    Veröffentlicht am 1. März, 2014 von Carola Wiegand

    … oder der Besuch einer liebenswürdig-couragierten Dame

    l+p2013
    Der Bezug zu Dürrenmatts Welterfolg „Der Besuch der alten Dame“ liegt nur scheinbar nahe. Eine reizende, ältere Dame beschließt zu verreisen. Aber nicht einfach so, sondern mit Ziel und Zweck. Gier, Doppelmoral oder auch Falschheit, so wie bei Dürrenmatt, sind nicht die Beweggründe. Auch nicht die Versuchung des Geldes. Pure Lebenslust, Freude am Abenteuer und die Erfüllung eines lang gehegten Wunsches sind die Auslöser. Ruhiger Lebensabend, die Plüsch-Couch-Garnitur, deren Staubschicht schon vom Zahn der Zeit angenagt ist, angesammelter Klimbim und Plunder, den man zu oft für die schöne Erinnerung braucht, ständig gestresste Kinder und keiner hat so richtig Zeit für den anderen. Gerade das bringt agile ältere Damen auf neue Ideen. Einmal das traute Heim verlassen, wenn auch nur für eine gewisse Zeit und Au-pair Oma werden. Raus aus der Lethargie des Älterwerdens und wieder spüren wie es sich anfühlt, gebraucht zu werden. Plötzlich entsteht Raum für noch andere unerfüllte Wünsche, die zu einer Art Versäumnis im bisherigen Leben zählen. Denken fernab von Altersgrenzen. Das, was Oma tun will, kann sie nun selber wählen. (more…)