Januar, 2016

  1. „Die Sache mit den guten Vorsätzen“

    Veröffentlicht am 3. Januar, 2016 von Carola Wiegand

    Ob man will oder nicht, zu Beginn des neuen Jahres weht so ein frischer Wind des Aufbruchs um die Nase. Es geht um die guten Vorsätze. Doch für mich hat die Zeit begonnen, wo ich mir nichts mehr vornehme fürs neue Jahr. Alles soll so bleiben wie es ist. Keine Ahnung, ob das funktioniert. Doch ich habe nachgeschaut, was ich mir in den vergangenen Jahren schon alles vorgenommen hatte und nicht realisieren konnte. Ich sehe eine gewisse Beständigkeit meiner Vorhaben, die mir jedes Jahr mehr oder weniger nicht gelungen sind. Also höre ich auf verpflichtende Veränderungswünsche aufzuschreiben. Ich habe mich manchmal gefragt, warum ich meine Vorhaben nicht konsequenter schaffen konnte? Neben zu vielen Ausreden und eigener Nachsicht stelle ich immer wieder fest, dass ich offensichtlich zu schwach war oder mir zu viel vorgenommen hatte. Ab diesem Jahr vertraue ich gelassen auf meine Spontaneität. Da fällt mir doch mein letzter TA-Artikel ein, in dem ich mir Gedanken über die „…merkwürdige Wahrnehmung des Verstreichens der Zeit“ gemacht habe. Ich brauche verrückte Einfälle und spontane Handlungen im neuen Jahr, die sich in meinem Gedächtnis einprägen und mir vorgaukeln, dass meine Zeit langsamer vergeht. Würde mir das gelingen, wäre alles perfekt!
    Rückschauend stelle ich fest, dass es nicht wirklich schlimm ist, dass aus so vielen Vorhaben nicht so viel geworden ist. Mein Leben war und ist trotzdem bunt und aufregend und darauf vertraue ich auch im kommenden Jahr!

    Carola Wiegand