Weihnachtsstreß und „Mettensau“

Veröffentlicht am 19. Dezember 2014 von Carola Wiegand

wmann_liegend2Es ist doch immer das Gleiche. Hektisches Wettrennen mit anderen in der rutschigen Fußgängerzone und die Angst, nicht das richtige Supergeschenk zu ergattern. Die Zeit der Weihnachtsvorbereitungshektik, der wir immer wieder mit einem Schlückchen Glühwein und ein oder zwei Spekulatius mit Zimtaroma Einhalt gebieten müssen, geht leider bald zu Ende. Die Geschenke sind dann hübsch verpackt, die Weihnachtsgans gespickt und alles Geschiebe und Gedränge wird einem lauschigen Plätzchen unterm Weihnachtsbaum weichen.
Doch Vorsicht! Jetzt könnten die trüben Gedanken kommen, die gerade in der schönen Weihnachtszeit mit Beharrlichkeit lauern, um uns zu behelligen. Das Konfliktpotential ist in dieser Zeit höher als in den übrigen Monaten, sagt die Wissenschaft. Viele nennen es Festtagsfrust oder Weihnachtsdepression. Wer hingegen nicht nur auf Friede, Freude, Eierkuchen in dieser Zeit setzt und ein wenig Distanz hält zu aller Perfektion, zu vielen Geschenken und zuviel Familie wird merken, daß diese besinnliche Jahreszeit den Nerven nicht viel anhaben kann. Die Entscheidung liegt ganz bei Ihnen selbst, so wie immer.
Und wußten Sie, daß statt Weihnachtsgans früher eine „Mettensau“ verspeist wurde? 1588, nachdem die spanische Armada besiegt war, verfügte die englische Königin Elisabeth I., die gerade eine Gans verschmauste, daß dieser köstliche Braten jedes Jahr um diese Zeit alle Untertanen erfreuen und an den großen Sieg erinnern soll. So wurde aus einem gewöhnlichen „Mettensau-Essen“ die köstliche Weihnachtsgans, die uns auch in diesem Jahr erfreuen wird. Und bloß keinen Streß wegen dem bißchen „Hüftgold“, was da hinzukommt.
Frohe Weihnachten!

Carola Wiegand


1 Kommentar »

  1. Weihnachtsfrau sagt:

    Genau die richtigen Worte in dieser Zeit. Ich habe sie vergnügt gelesen. Sie waren mir ein Genuss und haben mich ein bisschen aufgebaut.
    Guten Rutsch und noch viele schöne Worte auf dieser Seite. Ich schaue im kommenden Jahr wieder nach.
    Vielen Dank für das große, kleine Vergnügen, Schmunzeln und Nachdenken!
    Der Weihnachtsmann

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