Leser und Nichtleser

Veröffentlicht am 13. Dezember 2016 von Carola Wiegand

Wer lesen kann, ist klar im Vorteil! Lesen ist notwendig beim Orientieren und eine sehr geeignete Methode um im richtigen Moment die passende Information parat zu haben. Was tun sie zur Entspannung? Schlafen, Faulenzen oder Lesen? Der Bertelsmann Verlag sagt in einer Studie, dass für 30% der Deutschen letzteres die liebste Freizeitbeschäftigung ist. Gelesen wird alles. Zeitungen, Illustrierte, Groschenhefte, Gedichte, Bücher und Bedienungsanleitungen. Die allerdings erfordern höhere Leseanforderungen. Manche halten Leser für kauzig, die zu viel Geld unsinnig verplempern oder die zu viel Zeit haben. Für mich ist Lesen das pure Vergnügen. Ich tauche ein in eine Geschichte und lasse mich in eine fremde Welt entführen, die je unterbrochen wird, wenn mein Mann mich um etwas bittet. Lesen ist eine wunderbare Reise in die Welt der Phantasie. Lesen bildet, erweitert den Wortschatz und hilft beim Einschlafen.
Warum greifen sie eigentlich zu einem Buch? Und halten Sie das Nichtlesen für eine Bildungslücke? Heute da jeder alles sagen kann, traut man sich auch zu sagen, dass man nicht gerne liest. Ein Aufreger ist dies nur noch für Autoren und Verlage, die permanent darauf bestehen, dass man gerne zu lesen hat. Wo es doch eine ganze Menge netter Freizeitbeschäftigungen gibt, wie: Fernseh-Serien, Internet, Disko, berauschende Getränke und andere Feierlichkeiten, die man zur schönste Freizeitbeschäftigung der Welt erklären kann?
Für mich ist Lesen ein sinnliches Vergnügen. Bücher lassen sich gut anfassen und sind fabelhaft gestaltet. Sind werden nie verschwinden. Es gibt nur heute sehr viel mehr Möglichkeiten. Digitale Literatur ist auf dem Vormarsch und unaufhaltsam. Digitales Lesen scheint einfach, schnörkellos und überall möglich. Reduziert auf die bloße Schrift. Zeitgeist eben. Ich denke nicht, dass die Zukunft des Lesens im Nicht-Lesen besteht, es gibt nur sehr viel mehr Möglichkeiten sich zu informieren und sich zu unterhalten. Ich gebe zu, dass das haptische Vergnügen eines Buches ein nicht unwichtiger Aspekt für mich ist. Ich schaue jedoch mit einem Lächeln in die Zukunft, da Literatur überall ist.
Ein Bücherzombie werde ich auch in Zukunft nicht werden. Ich komme gut klar damit, dass ich Millionen Bücher nicht gelesen habe. Aber ich lese gerne weiter. Und sie hoffentlich auch.

Carola Wiegand


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