„Fastenzeit – Glücklicher Verzicht?“

Veröffentlicht am 19. Februar 2013 von Carola Wiegand

Die Fastenzeit beginnt am Aschermittwoch und endet am Ostersamstag. Wie ändert sich mein Leben, wenn ich  7 Wochen kein Alkohol trinke und keine Schokolade und kein Fleisch esse?  Ich will es ausprobieren.

Die Fastenzeit beginnt am Aschermittwoch und endet
am Ostersamstag. Wie ändert sich mein Leben, wenn ich
7 Wochen kein Alkohol trinke und keine Schokolade und kein Fleisch esse? Ich will es ausprobieren.

Ich habe mich in den vergangenen Jahren schon zweimal fürs Fastenwandern entschieden. Einmal im Schwarzwald und einmal im Thüringer Wald. Meine Beweggründe waren zweifelsfrei, die angeschlichenen Winter-Speckröllchen loszuwerden. Doch ich mußte jedes mal zur Kenntnis nehmen, daß dies keine Begründung zum Fasten sein darf!

Meine Fastenerlebnisse, Einsichten und Wahrnehmungen habe ich in Meiner Fastengeschichte niedergeschrieben. In ihr ist von hoffnungsfroher Zuversicht, viel Quälendem und auch Schmerz zu lesen. Aber dennoch ging alles gut für mich aus. Ich erreichte mein Ziel, das ich nicht formulieren durfte und beendete das Fasten (eine Woche!) mehr vergnügt als geschunden, da die Hose rutschte.

.     Ich war mir in diesem Jahr sicher, daß ich nicht wieder auf die Idee des Fastenwanderns kommen würde. Es hatten sich tatsächlich über Weihnachten keine Speckröllchen angeschlichen oder waren auch schon wieder verschwunden, wie auch immer.

.   Ursprünglich sollte in dieser Zeit kein Fleisch gegessen werden, doch wird das Fasten inzwischen auf alles Mögliche ausgedehnt. Man sollte auf liebgewonnene Sachen verzichten, die man nicht unbedingt braucht. Das können neben fettem Essen und Alkohol, auch Handy und Autofahren sein. Damit wurde es wieder interessant für mich und ein Thema im Blog.
Da ich gerade mein neues iPhone für mich entdeckt habe und liebend gerne Bilder für mein neues Blog mache, fällt dieser Verzicht weg. Auto fahre ich ohnehin nur selten, doch bei der Abgeschiedenheit und Geschäftslosigkeit von Ruhla ist das Autofahren hin und wieder überlebenswichtig.

.      Ich entscheide mich für kein Fleisch, kein Alkohol und keine Süßigkeiten. Aber das für sieben Wochen. Das scheint mir eine neue Dimension meiner Fastenüberlegungen zu werden. Bisher habe ich mich eine Woche gequält. Wer fastet hat die Chance sich selbst zu überraschen, habe ich gelesen. Und eine Überraschung könnte mir gefallen und auch gut tun, wenn auch erst in sieben Wochen.

.     Mein Essens-Alltag sieht folgendermaßen aus. Zum Frühstück Müsli, 1 Tasse Kaffee (nicht mehr) und den ganzen Tag über viel Kamillen- und Pfefferminztee. Mittags gibt es Kartoffeln, Gemüse und Reis. Dazwischen viel Tee, ein wenig Obst und am Abend Knäckebrot mit Käse und Tee. Heimlich habe ich ja die Hoffnung, daß mir dabei auch ein oder zwei Kilo von meinem Hüftgold abhanden kommen.

.     Ich will herausfinden, ob Fasten über so eine lange Zeit meine Willenskräfte stärkt. Und ob mir noch weitere Kräfte zuwachsen, von denen ich jetzt noch nichts ahne.
Ich sehe diese Zeit als Chance und als willkommene Möglichkeit weniger zu konsumieren. Das finde ich gut. Doch hin und wieder ein Gläschen Wein werde ich vermissen, daß weiß ich schon jetzt. Jedoch wie ich den Frühling willkommen heißen und ihn genießen soll, ohne mich kleidungstechnisch darauf vorbereitet zu haben, ist mir allerding ein großes Rätsel.

Insofern kann ich die Frage – Macht Fasten glücklich? – noch keinesfalls eindeutig beantworten. Uns Sie?

So schön sieht fasten aus und schmeckt noch viel besser!

So schön sieht fasten aus und schmeckt noch viel besser!

Ups … das geht natürlich gar nicht!  Die Torte hat sich verirrt.

Ups … das geht natürlich gar nicht!
Die Torte hat sich verirrt.


2 Comments »

  1. cosima sagt:

    Schöner unverkrampfter Umgang mit der Fastenzeit. Gefällt mir sehr gut. Ich überlege, ob ich auch noch beginne. Es ist nie zu spät. LG C.

  2. cosima sagt:

    Na dann, los geht’s. Lass Dich von der Torte nicht irritieren, die hat sich verlaufen!
    LG C.

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