Nochmal gut gegangen!

Veröffentlicht am 20. März 2014 von Carola Wiegand

Tortenteller mit klitzekleinem Törtchen - geht aber auch nicht!

Tortenteller mit klitzekleinem Törtchen – geht aber auch nicht!

Ich habe in der Vergangenheit mehrfach gefastet und meine Fastenerlebnisse, Einsichten und Wahrnehmungen aufgeschrieben. Da ist von hoffnungsfroher Zuversicht, von viel Quälendem und auch von Schmerz zu lesen. Dennoch ging diese Zeit immer gut für mich aus. Meine Beweggründe zu diesem Schritt waren zweifelsfrei, die angeschlichenen Speckröllchen wieder loszuwerden. In diesem Jahr verzichte ich darauf, da ich von dererlei Dingen verschont blieb.

Doch ist Fasten sehr viel mehr als nur der Verzicht von Nahrungsaufnahme. Es dehnt sich inzwischen auf alles Mögliche aus und gilt als ein Gestaltungselement in unserem Leben. Man sollte auf liebgewonnene Sachen verzichten. Das könnte neben dem Essen, das Autofahren sein, das Handy, das Meckern, das Internet oder was einem sonst noch am Herzen liegt. Gefallen hat mir auch, „Das Fasten der Augen“, jawohl! Hier wird der Altarraum einer Kirche mit Fastentüchern bedeckt, um den Gläubigen den Blick auf das Allerheiligste zu verwehren. Ob jedoch diese Art des Fastens verbreitet ist oder nur in Zittau eine Touristenattraktion darstellt, vermeine ich nicht zu sagen.

Wichtig erscheint mir die Frage, was soll mir die Fastenzeit bringen? Figurtechnisch smart den Frühling begrüßen, Buße tun oder möchte ich heilende spirituelle Erfahrungen machen? Fest steht, beim Fasten reduziert sich der Mensch auf das Notwendigste. Ich möchte in diesem Jahr auf Alkohol und Süßigkeiten verzichten, bis zum Karsamstag. Verzicht bringt Gewinn. In der Vergangenheit habe ich mich eine Woche gequält, in diesem Jahr werden es sieben. Das scheint mir eine neue Dimension meiner Fastenüberlegungen zu sein. Wer fastet, hat die Chance sich selbst zu überraschen, habe ich gelesen. Und eine Überraschung könnte mir gefallen und auch gut tun, wenn auch erst in sieben Wochen. Ich will herausfinden, ob Fasten über so eine lange Zeit meine Willenskräfte stärkt. Und ob mir noch weitere Kräfte zuwachsen, von denen ich jetzt noch nichts ahne. Ich sehe diese Zeit als Chance und als willkommene Möglichkeit weniger zu konsumieren. Das finde ich gut. Doch hin und wieder ein Gläschen Wein werde ich vermissen, dass weiß ich schon jetzt.

Carola Wiegand


2 Comments »

  1. sternchen sagt:

    Gute Gedanken, gefallen mir

  2. sternchen sagt:

    Wie hast du 7 Wochen fasten erlebt. Sind dir neue Gedanken gekommen und war es wirklich die Herausforderung oder hast du auch mal ein wenig gemogelt.
    Gerne würde ich die Fortsetzung dessen lesen. vielleicht berichtest du darüber auch noch? Ich würde mich freuen
    LG S

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